Weihnachtsgruß

Liebe Mitglieder, liebe Freunde*innen des Albvereins,

ein ereignisreiches Jahr liegt hinter uns – voller gemeinsamer Schritte, schöner Ausblicke und vieler Momente, in denen wir gespürt haben, wie gut uns die Natur und unsere Gemeinschaft tun.

In dieser stilleren Zeit des Jahres erinnert uns ein Satz von Theodor Fontane daran, wie viel Kraft im Innehalten liegt:

„Dem Augenblick Dauer geben – das ist das Geheimnis der Natur.“
— Theodor Fontane

Mit diesem Gedanken blicken wir dankbar auf das zurück, was wir miteinander erleben durften, und voller Vorfreude auf das, was im kommenden Jahr vor uns liegt: neue Wege, neue Begegnungen und viele Augenblicke, die wir gemeinsam mit Leben füllen.

Wir wünschen euch ein Weihnachtsfest voller Ruhe, Licht und Herzenswärme – und einen guten Start in ein Jahr, das euch wieder auf lohnende Pfade führt.

Frohe Weihnachten!
Eure Ausschussteam der Ortsgruppe Aichtal

Aus Kraft wurde Saft

Eine N-A-N-U Familienaktion der OG Neckarhausen.

Bei herrlichem Herbstwetter brach eine muntere Familiengruppe zu einer abwechslungsreichen Tour auf dem Wanderweg „hochgehblickt“ vom Galgenbergpark zu einer Streuobstwiese nach Neckarhausen auf. Familienwanderungen bieten Bewegung an der frischen Luft sowie Staunen und Lernen in der Natur.

Unterwegs erklärte der Wanderführer Bernd Euchner – vor allem den Kindern – anschaulich die Bedeutung der Bienen für unsere Äpfel. Ohne die Bestäubung durch diese fleißigen Insekten gäbe es kaum Früchte auf unseren Obstbäumen. Die Bienen sammeln Nektar aus den Blüten, um daraus Honig herzustellen – ihr wichtigstes Winterfutter. Dabei bleiben feine Pollen an ihrem Körper hängen, die sie von Blüte zu Blüte tragen. So sorgen sie ganz nebenbei dafür, dass viele Pflanzen befruchtet werden und Früchte tragen können.

Neben spannenden Informationen gab es unterwegs auch viele Naturbeobachtungen. Über den Feldern kreisten Bussarde, deren typischer Ruf immer wieder zu hören war. Auch Milane konnten man am Himmel entdecken, die mit ihren gegabelten Schwänzen majestätisch ihre Runden zogen.

Eine besondere Freude für die Kinder war der Halt an einer erneuerten Trockenmauer. Hier entdeckten sie flink huschende Eidechsen, die sich in der warmen Herbstsonne sonnten oder zwischen den Steinen verschwanden.

Nach dem Einsammeln der Äpfel auf einer Obstwiese versammelten sich die Teilnehmer beim Albvereinsheim in Neckarhausen, um auf traditionelle Weise frischen Apfelsaft herzustellen, ganz frei nach dem Motto „Aus Kraft wird Saft“. Was diese Veranstaltung besonders machte, war die Verwendung einer alten Apfelpresse, die noch vollständig mit Muskelkraft und nicht hydraulisch betrieben wird – ein seltenes Stück aus Holz, das die lange Tradition des Apfelsaftpressens in die Gegenwart holte.

Unter fachkundiger Anleitung einiger Vereinsmitglieder wurden die Äpfel gewaschen, geschnitten und sorgfältig in die hölzerne Presse geschichtet. Dann ging es ans Eingemachte: Mit vereinten Kräften drehten die Helfer die schwere Kurbel der Presse. Schritt für Schritt floss der süße Apfelsaft in die Fässer– ein kraftvolles und erfüllendes Erlebnis, das die Muskeln zum Brennen brachte und den Geschmackssinn belohnte. Die mühevolle Arbeit wurde direkt mit dem Genuss des frisch gepressten, naturbelassenen Saftes gekrönt.

Doch damit nicht genug: Zusätzlich zu diesem traditionellen Pressvorgang wurden von den Helfern frittierte Apfelringe zubereitet und an die Anwesenden verteilt. Die knusprigen, goldbraunen Apfelringe ergänzten das fruchtige Getränk perfekt und sorgten für ein weiteres Highlight dieses besonderen Tages.

Die Veranstaltung zeigte, wie Gemeinschaft, Muskelkraft und Tradition Hand in Hand gehen. Am Ende des Tages konnten die Teilnehmer stolz auf die gefüllten Saftflaschen und das fröhliche Miteinander zurückblicken. Wieder einmal bewies der Schwäbische Albverein: Aus Kraft wird nicht nur Saft – sondern auch ein Stück lebendiger Geschichte.

Abenteuer Natur – unterwegs mit der NANU-Familiengruppe

„Lust auf Natur? Raus ins Glück!“ – unter diesem Motto lädt die NANU-Familiengruppe der Albvereinsortsgruppen Neckartailfingen, Aichtal, Neckarhausen und Unterensingen regelmäßig Familien ein, gemeinsam die Natur vor der Haustür zu entdecken.

Ob beim Wandern, Spielen im Wald oder Staunen über kleine Wunder zwischen Wiesen, Bächen und alten Bäumen – hier kommen Kinder und Erwachsene gleichermaßen auf ihre Kosten. Die Kleinen dürfen klettern, suchen und lachen, während die Großen die Gemeinschaft und das Draußensein genießen.

Mitmachen kann jede Familie – ob mit Kleinkind, Schulkind oder Großeltern. Vorkenntnisse braucht niemand, nur Neugier, gute Laune und Lust auf Bewegung.

„Nicht die Kilometer zählen, sondern die Erlebnisse“, sagen die Leiterinnen. Kurze, kindgerechte Touren, Spiele und kleine Abenteuer machen jeden Ausflug zu etwas Besonderem.

Aktuelle Termine, Fotos und Einblicke gibt’s auf Instagram – und die NANU-Familiengruppe freut sich auf viele neue kleine und große Entdecker*innen !

 

Besuch der Straußenfarm Bosch in Böhmenkirch

Im Rahmen des N-A-N-U-Projekts organisierte die Ortsgruppe Aichtal des Schwäbischen Albvereins am 4. Oktober 2025einen Ausflug zur Straußenfarm Bosch in Böhmenkirch. Schon beim Eintreffen waren die riesigen Vögel ein beeindruckender Anblick – und nicht nur die Erwachsenen, sondern auch die Kinder hatten ihren Spaß und staunten nicht schlecht, als sie den größten Vogel der Welt aus nächster Nähe erleben durften.
Ein herzliches Dankeschön gilt Frau Bosch für die kindgerechte und spannende Führung!

Wusstet ihr schon, dass die Straußenfarm Bosch früher ein ganz normaler Bauernhof mit Kuhhaltung war? Um wirtschaftlich zu überleben, suchte die Familie Bosch nach neuen Wegen – und entschied sich für die Straußenzucht. Heute gibt es keine Kühe mehr auf dem Hof. Stattdessen leben dort die imposanten Laufvögel. Im Laufe der Jahre kamen ein Hofladen sowie eine Eventlocation in der großen Scheune hinzu.

Der Partnerbetrieb in Leipheim übernimmt das Brüten der Eier in Maschinen. Nach etwa acht Wochen kommen die Jungtiere zurück nach Böhmenkirch, wo sie aufwachsen. Die Schlachtung und Verarbeitung erfolgen ebenfalls in Bayern. Dabei wird alles am Strauß verwertet: Im Hofladen gibt es Fleisch, Wurst, Staubwedel aus Straußenfedern, kunstvoll gestaltete Lampen aus Straußeneiern und vieles mehr zu entdecken.

Natürlich kamen auch spannende tierische Fakten nicht zu kurz:
Ein ausgewachsener Strauß wird bis zu 2,80 Meter groß und etwa 150 Kilogramm schwer. Männchen tragen ein schwarzes Gefieder, Weibchen sind braun getarnt – ideal zum Brüten, das sie sich teilen: tagsüber die Weibchen, nachts die Männchen.

Strauße besitzen nur zwei Zehen, eine davon mit kräftigem Nagel. Da sie keine Zähne haben, übernehmen Magensteinedie Zerkleinerung der Nahrung. Sie können Objekte in bis zu 3,5 Kilometern Entfernung erkennen und werden 30 bis 40 Jahre alt. In der Zucht legt ein Strauß zwischen März und September etwa 40 bis 60 Eier. Ein Ei wiegt rund 1,5 Kilogramm – das entspricht etwa 25 Hühnereiern – und braucht zwei Stunden, bis es hart gekocht ist.

Die Straußenfarm Bosch legt großen Wert auf Nachhaltigkeit: Das Futter wird überwiegend selbst angebaut, der Rest stammt aus der Region.

Und zum Schluss wurde noch ein Mythos aufgeklärt: Strauße stecken bei Gefahr nicht den Kopf in den Sand! In Wahrheit sind sie sehr aufmerksam und führen ein komplexes Sozialleben. Ihre kräftigen Beine und Zehenkrallen erinnern daran, dass sie Nachfahren der Dinosaurier sind.

Ein erlebnisreicher Tag im Hohenloher Land – Unser Busausflug 2025

Ende September hieß es wieder: Rucksack packen und rein in den Bus! Unser diesjähriger Vereinsausflug führte uns mit 37 gut gelaunten Teilnehmer*innen ins wunderschöne Hohenloher Land – eine Region voller Geschichte, Genuss und Überraschungen.

Bei bestem Ausflugswetter starteten wir von Aichtal-Grötzingen in Richtung Schloss Langenburg. Auf halber Strecke stärkten wir uns bei einem kleinen Frühstück, bevor wir das imposante Schloss erreichten, das majestätisch auf einem Bergsporn über dem Jagsttal thront.

Im Schlossmuseum erfuhren wir Spannendes über die lange Geschichte des Hauses Hohenlohe, und im Automuseum kamen Technikfans voll auf ihre Kosten – vom historischen Oldtimer bis zum modernen Rennwagen war alles vertreten.

Nach einer kurzen Mittagspause ging es weiter nach Wolpertshausen zur Bio-Gewürzmanufaktur „Seeds of Hope“. Dort erwartete uns eine duftende Welt aus Kräutern, Gewürzen und Geschichten. Bei der Führung lernten wir nicht nur, wie hochwertige Bio-Gewürze hergestellt werden, sondern auch, wie die Manufaktur soziale Projekte und nachhaltige Landwirtschaft unterstützt. Ein wirklich inspirierender Besuch!

Bevor wir die Heimreise antraten, besuchten wir noch den Regionalmarkt Hohenlohe, wo sich viele mit regionalen Spezialitäten und kleinen Mitbringseln eindeckten.

Den  Ausklang unseres Ausflugs bildete die Einkehr in der Taverne Philippi in Vellberg. Bei netten Gesprächen und bester Stimmung ließen wir den erlebnisreichen Tag gemeinsam ausklingen.

Wir freuen uns schon auf den nächsten Ausflug am 19. September 2026 – und vielleicht sind beim nächsten Mal ja noch ein paar neue Gesichter dabei, denn:
Externe Gäste sind bei uns immer herzlich willkommen!

Nachbericht Spiel- und Spaßwanderung in Metzingen

Am 21. September trafen wir uns am Parkplatz an der Kneipanlage in Metzingen zur Familienwanderung des N-A-N-U. Wir waren eine große Gruppe mit 20 Erwachsenen und 18 Kindern jeglichen alters. Nach einem kurzen kennenlernen starteten wir gemeinsam in Richtung Wald. Auf der großen Wiese, bevor es in den Wald ging, bildeten wir einen großen Kreis. Wir spielten zunächst ein Spiel, bei dem Tierstimmen wieder gegeben wurden. Die verschiedenen Tiere kamen dann zusammen, so stand man immer mit unterschiedlichen Leuten in der Gruppe zusammen und kam ins Gespräch und jeder stellte sich den anderen vor. Danach war das Eis gebrochen und wir wanderten bunt gemischt weiter.

Svea baute unterschiedliche Spiele in die Wanderung ein bei denen Groß und Klein eingebunden wurden. Wie z. B. das Stockspiel bei dem die Erwachsenen Stöcke hielten und die Kinder unten oder oben drüber springen durften.

Im Laufe der Wanderung stellte uns Svea auch einige Bastelideen vor, die wir mit Materialen aus dem Wald und mit denen die wir mitgebracht hatten, später nachbasteln konnten.

Auf dem Weg zur Grillstelle gab es am Wegrand Tierfiguren aus Holz zu entdecken, zu denen Svea den Kindern Fragen mit verschiedenen Antwortmöglichkeiten vorgab. Wurde die richtige Antwort von den Kindern gewählt, erhielten sie als Preis einen Kronkorken. Diese wiederum konnten später an der Grillstelle zu Holzrasseln verbaut werden.

Die Tierfiguren fanden sich auch in den Bastelideen wieder, für die Svea Schablonen dabei hatte, die man auf Klopapierrollen übertrug und ausschnitt. Mit weiteren Materialien wie Tannenzapfen und Reißig entstanden so Eichhörnchen, Igel und weitere Waldbewohner.

An der Grillstelle angekommen haben wir uns zunächst etwas gestärkt und konnten dann mit den gesammelten und von Svea zur Verfügung gestellten Hilfsmitteln noch weitere Figuren und Rasseln und Raupen etc. basteln.

Rund um war es ein sehr spannender abwechslungsreicher kurzweiliger Nachmittag.

Wir bekamen viele Ideen und Anregungen, wie wir in der schönen Herbstzeit auch mit einfachen Mitteln aus dem Wald, kleine Kunstwerke erschaffen können.

Die Raupe Nimmersatt die auf einem Pfeiffenputzer gesteckte Blätter waren, hängt bei uns nun an der Eingangstür und erinnert uns jeden Tag an den schönen Ausflug mit dem N-A-N-U.

Vielen Dank für den schönen Nachmittag

Familie Bader aus Kirchheim/Teck

Erhöhung der Mitgliedsbeiträge ab 2026

Erhöhung der Mitgliederbeiträge durch den Hauptverein ab 01.01.2026

Liebe Mitglieder,

zum 01.01.2026 erhöht der Hauptverein des Schwäbischen Albvereins die Mitgliederbeiträge:

  • für Alleinerziehende um 7 €,
  • für alle anderen Beitragsgruppen um 10 €.

Unser Ortsgruppenzuschlag, der direkt unserer Ortsgruppe zugutekommt, bleibt unverändert.

Steigende Kosten machen leider auch vor dem Albverein nicht halt. Der Hauptverein setzt die zusätzlichen Mittel insbesondere für den Naturschutz ein. Da es sich um einen Jahresbeitrag handelt, entspricht die Anpassung umgerechnet nur einem geringen monatlichen Betrag.

Eine detaillierte Übersicht aller Beiträge findet Ihr auf unserer Homepage. Wir hoffen auf Euren Verständnis für diese notwendige Beitragsanpassung, die wir als Ortsgruppe mittragen müssen.

Eure Susi Wegerer

1.stellvertretende Vorsitzende

Ortgruppe Aichtal

 

Screenshot

Über Stock und Stein – oder mittendrin

Am Sonntag, den 31. August 2025, hieß es: Wasserschuhe an – und rein ins Abenteuer! Einige Familien folgten dem Ruf des N-A-N-U und trafen sich am Wanderparkplatz beim Kloster Bebenhausen, um den Goldersbach einmal ganz anders zu erleben: beim Riverwalking.

Nach einem kurzen Fußmarsch konnten es die Kinder kaum erwarten. Am Wasser angekommen, war es erstmal bibber-kalt – aber nach den ersten Schritten war das Frösteln schnell vergessen. Ob vorsichtig über Stock und Stein oder gleich mittendrin durchs kühle Nass – alle hatten ihren Spaß, gemeinsam stapften wir bachaufwärts und schon bald reichte das Wasser etwas höher. So blieb es nicht aus, dass so mancher am Ende pitschnass war.

Nach etwa einer halben Stunde legten wir am Bücherbaum eine wohlverdiente Pause ein. Beim Spiel „Wer bin ich?“ hatten vor allem die Kinder einen Riesenspaß. Überraschung: Niemand kannte das Indische Springkraut – und ausgerechnet an diesem Tag ließ es sich auch nicht blicken.

Frisch gestärkt ging es weiter. Unterwegs entdeckten wir einen Frosch und so manches andere kleine Naturwunder.

 Zweieinhalb Stunden später kamen wir am Grillplatz „Geschlossener Brunnen“ an – und wurden schon von einem prasselnden Feuer empfangen – vielen Dank an Micha B. fürs Vorbereiten! Selbst unsere vierbeinige Begleiterin ließ es sich nicht nehmen, ein paar Wurstreste zu ergattern – liebevoll zugesteckt von den Kindern.

Während die Erwachsenen entspannt plauderten, tobten die Kinder fröhlich durcheinander – harmonisch und voller Energie. So geht Sommer: Wasser, Natur, Gemeinschaft – und jede Menge Spaß!